Hochsensibel Teil 2

Auf meinen ersten Beitrag gab es einen Kommentar auf den ich gerne eingehen möchte.

In diesem Kommentar wurde geschrieben, dass der Hochsensible nur Hochsensibel ist, weil er sich entschieden hat mehr als die Anderen wahrzunehmen. Oder er steckt noch im totalen Opferbewusstsein.
Da ich mit diesem Beitrag nicht mitgehen konnte, habe ich mich entschieden ihn nicht freizugeben. Aber ich möchte die Worte zum Anlass nehmen und noch einmal ein paar Worte dazu schreiben.

Hochsensible Menschen kommen meistens so auf die Welt. Sie haben einfach feinfühligere Antennen, sie sind feinfühliger – sensitiver. Ein hochsensibler Mensch ist kein Grobkoch der über die Ratio arbeiten kann. Er ist höchst intuitiv und er muss, damit es ihm gut geht auf seine Intuition hören. Dabei ist es egal, ob das Umfeld es versteht oder akzeptieren kann.
Menschen, die diese Art zu leben nicht kennen, können die Wahrnehmungen eines Hochsensiblen auch nicht verstehen. Aus dem einfachen Grund – sie nehmen es ja nicht wahr.
Gut ist es, wenn hochsensible Menschen ihres Gleichen um sich haben, damit sie Bestätigung in ihren Wahrnehmungen bekommen und nicht der Meinung sind, sie seien doof oder Wahrnehmungsgestört. Das sind sie nämlich nicht.
Gut ist es für diese Menschen, wenn sie lernen ihre Wahrnehmung einfach nur als solche zu lassen. Das heißt nicht hineinzugehen. Allerdings gelingt das nicht immer. Manchmal tappt man halt in seine Fallen, steckt dort kurze Zeit drin, schwingt und fühlt mit, bevor man wieder herauskommt. Das ist unangenehm aber nicht unmenschlich und auch nicht gefährlich. Man fühlt halt für einen Moment mit.
Nichts anderes passiert, wenn eine Person ihr Leid klagt und die Andere in das Klagen einstimmt. Wobei hier das Klagen, das Thema ist, welches eine Angewohnheit ist.
Der hochsensible Mensch nimmt eher wahr, bevor er einen Raum betritt, dass z.B. etwas nicht in Ordnung ist. Das ist auf seine feinen Antennen zurückzuführen. Dumm wird es, wenn er den Raum betritt und nachfragt, was nicht in Ordnung sei und alle Menschen in diesem Raum meinen – es sei alles in bester Ordnung. Auch hier hat der Sensible keine Störung in seinen Wahrnehmungen – die Menschen in diesem Raum sagen schlicht und ergreifend nicht die Wahrheit, was ja sehr gerne praktiziert wird.

Um beim Thema zu bleiben, möchte ich ergänzen, dass es unterschiedliche Arten der Hochsensibilität gibt.
Zum einen kann ein Mensch sensibel auf Licht, Gerüche, Nahrungsmittel oder Geräusche sein oder aber er ist sensitiv in seinen Wahrnehmungen.
Und hier sind wir beim Thema was die Kinder der neuen Zeit angeht. Diese Kinder auch Kristallkinder genannt, sind höchst sensitiv. Dazu müssen sie nicht zwingend den gleichen Raum mit anderen Menschen teilen. Manche sensitive Art erstreckt sich auch über mehrere Kilometer und wird durch ein Telefon oder das morphische Feld übertragen. Für Kristallkinder ist das ein ganz natürliche Sachen und sie können in den meisten Fällen damit sehr gut umgehen, da es zu ihrer Natur gehört.

Ich beobachte es sehr oft an meinem Sohn, der ein Kristallkind ist. Er kann mit seinen Wahrnehmungen viel besser umgehen als ich mit meinen. Oftmals sind wir identisch. Der Unterschied besteht, das er etwas wahrnimmt, sich daran orientiert. Es aber nicht in Worte fassen kann. Ich hingegen kann es in Worte fassen, weiß aber auf Anhieb noch keinen Umgang damit.

Erst letztens ist uns im Urlaub eine kuriose Sache passiert. Unsere Unterkunft hatte einen Raum, in dem wir beide nicht sein konnten.
Mein Sohn betrat diesen Raum und sagt sofort: „Hier kann ich nicht schlafen. Ich fühle mich unwohl und bekomme Herzrasen.“
Ich betrat den Raum, verweilte eine Zeit und stellte fest, dass mich die totale Angst packte, die ich erst wieder los wurde als ich den Raum verließ. Auch ich konnte darin nicht schlafen. Ich versuchte Antworten dafür zu finden, kam letztendlich zu keinem Ergebnis und mied lieber den Raum.

Liebe hochsensiblen Menschen lasst Euch nichts ein – oder zerreden. Hört auf Euch und Eure Intuition, auch wenn andere Menschen Euch nicht verstehen. Letztendlich müsst Ihr an erster Stelle mit Euch selber klarkommen und das oberste Gebot sollte es immer sein, das es Euch gut geht.

Herzlichst Eure Heike Reuschner

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